Prävention sexueller Grenzverletzungen

Was ist Prävention?

Prävention bezeichnet organisierte Anstrengungen, um sexuelle Übergriffe gegen Kinder und Jugendliche unwahrscheinlicher zu machen.

Was sind sexuelle Grenzverletzungen?

Sexuelle Grenzen sind selbstbestimmte bzw. selbst entwickelte Grenzen, die von familiären und kulturellen Einstellungen beeinflusst werden. Nicht jede Grenzverletzung ist im rechtlichen Sinne Missbrauch. Seine eigenen Grenzen zu kennen, ist eine Voraussetzung für das Identifizieren etwaiger Grenzverletzungen und damit auch eine zentrale Voraussetzung für die Prävention sexuellen Missbrauchs.

Wie kann Prävention sexueller Grenzverletzungen gelingen?

Kinder werden in ihrer Selbstwahrnehmung, ihrem Körpergefühl und Selbstbewusstsein gestärkt. Sie lernen, angenehme und unangenehme Gefühle und Berührungen sowie gute und schlechte Geheimnisse von einander zu unterscheiden. Damit werden sie befähigt, ihre eigenen Grenzen und die anderer zu spüren und zu schützen und sich in unangenehmen Situationen Hilfe zu holen. Denn Kinder haben ein Recht auf ihren Körper, das Recht ohne Gewalt aufzuwachsen und das Recht auf Hilfe.

Damit diese Inhalte und Botschaften auch im Alltag der Kinder widerhallen, werden sowohl pädagogische Fachkräfte als auch Eltern in die Präventionsarbeit einbezogen. Dabei werden Fachinfomationen gegeben, eine präventive Erziehungshaltung erarbeitet und Handlungskompetenz in alltäglichen Situationen und bei Verdachtsmomenten gestärkt.

Ansätze von nachhaltig wirksamer Prävention sind:

  • Kinder zu stärken
  • Eltern zu sensibilisieren und zu informieren
  • Fachkräfte zu qualifizieren
  • Schutzkonzepte in Einrichtungen zu etablieren und
  • die Öffentlichkeit zu sensibilisieren

Diese Ansätze können z.B. umgesetzt werden mit Hilfe der Präventionsprojekte:

  • „Ich bin stark“ [Flyer], für Eltern, Lehrer_innen und Kinder der 3./4. Klasse
  • "Sexuelle Rechte und Grenzverletzungen" [Flyer] für Schüler_innen der 6. Klasse und ihre Eltern
  • "Starke Kids" Hortprojekte, Ferienprojekte
  • Elternabende zum Thema: Wie kann ich mein Kind schützen? [Flyer]
  • Workshop für geflüchtete Eltern zum Thema gewaltfreier Erziehung und Elterlicher Sorge [Flyer]

Alle Angebote und Grundsätze finden Sie in unserem Allgemeinen Flyer. Weitere Angebote können umfassen: Workshops, Schulungen, Projekttage usw. - diese werden auf die Bedarfe Ihrer Einrichtung angepasst.

Haben Sie Interesse?

Sind Sie

  • Eltern/teil
  • Erzieher_in in Kita, Hort oder Familienzentrum
  • Lehrer_in / Schulsozialarbeiter_in / Leiter_in
    an Grundschule oder weiterführenden Schulen
  • Sozialpädagog_in in der Kinder- und Jugendhilfe

und haben Interesse an oder Fragen zur Präventionsarbeit gegen sexuelle Grenzverletzungen, dann schreiben Sie uns am besten eine E-Mail an: pasch@kinderschutz-leipzig.de

Häufig gestellte Fragen
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